'aRAABiata!'

Die LUNGAU BIG BAND präsentiert Musik von und mit LORENZ RAAB

Lorenz Raab

 

 

Der 1975 in Linz geborene Trompeter und Flügelhornvirtuose tanzte schon immer auf verschiedenen Hochzeiten. So ist der Hans-Koller-Preisträger aus dem Jahre 2004 sowohl als Solotrompeter in der Wiener Volksoper, wie auch mit kleinen Jazzbands unterwegs. Nicht zu vergessen seine wunderbaren Konzerte mit dem Vienna Art Orchester, der Big Band der Volksoper Wien, Pro Brass u. v. a. Der weit über die heimischen Grenzen bekannte Musiker zählt somit zu den wichtigsten Vertretern österreichischer Jazzmusik in der internationalen Szene. Er stellt immer wieder eindrucksvoll unter Beweis, dass Groove und Jazz keinesfalls nur Gegenpole darstellen müssen. Die Inspiration aus elektronischen Sounds ziehend, versucht die Raab immer neue Klänge aus seinem Instrument heraus zu locken. Dabei bewegt sich der Linzer mit einer solchen Leichtigkeit zwischen Genres Klassik, Jazz, Neue Musik, Tanz, afroamerikanische Rootsmusik und HipHop, dass dem Publikum nichts anderes übrig bleibt, das Gehörte staunend zur Kenntnis zu nehmen.

Zusammenarbeit mit: Christof Dienz, Benjamin Schmid, Paul Gulda, Michael Heltau, Georg Breinschmid, Zeena Parkins, Jamaladeen Tacuma, Dzihan + Kamien, Anthony Braxton, Sammy Figueroa, Wolfgang Puschnig, Klaus Dickbauer, Martin Fuss, Christian, Wolfgang und Gerhard Muthspiel, Peter Herbert, Alex Deutsch, Christoph Cech, Christian Mühlbacher, Andi Schreiber, Max Nagl, John Purcell, Harry Sokal, Ernst Reijseger, Melissa Coleman, Otto Lechner, etc…

Sympathische Mitspieler. Lorenz Raab, einer der interessantesten Protagonisten der heimischen Improvisationsszene, hat seine hintersinnige Formensprache trotz vieler Experimente längst gefunden.

 

In seinen bislang so erfolgreichen Projekten „Bleu“ und „:xy band“ hat er ja stets mit heimischen Kräften gearbeitet. Auch aus Gründen der Sympathie: „Es gibt jede Menge Musiker, die toll spielen, ob sie auch liebe Menschen sind, steht auf einem anderen Blatt.“

 

Wenn einer ein Stück “Puenktchen” benennt, würde man meinen, das sei ein feiner, zarter Akt. Etwas Kleines, ja fast Unscheinbares, vielleicht Abschließendes. Bei Lorenz Raab und seiner Mannschaft strotzt dieses Pünktchen aber vor Kraft und Energie. Ein Pünktchen also, dem eine ganze Kolonne Ausrufezeichen hinterhermarschiert.

Denn die neue Scheibe des Lorenz Raab Quartetts strotzt vor Energie, vor Lust, sich kollektiv improvisierend in einen Rausch zu spielen. Ein Quartett, das mit elektrischer Gitarre anstelle des akustischen Pianos besetzt ist deutet schon an, dass diese Musiker nicht einem traditionellen, im Mainstream des “Modern Jazz” verhafteten Klang auf der Spur sind. Die klanglich ungemein variantenreich eingesetzten, oft schrägen und spannungsreichen Klänge von Markus Löschers Gitarre tragen denn auch viel zum Klangbild des Lorenz Raab Quartetts bei. Aber auch die feineren, impressionistischen Kompositionen von Lorenz Raab kommen im Zusammenspiel mit seinen hellhörigen, frisch und kräftig auf- und mitspielenden Bandmitgliedern wundervoll zur Geltung.
Lorenz Raabs Ideenreichtum ist einmal mehr kaum zu überbieten, sein warmer, voller Trompetenton, getragen von den manchmal unsisono gespielten, manchmal versetzten Bassläufen aus der Hand Matthias Pichlers, getrieben von Lukas Nigglis treibenden Grooves und Matthias Löschers abgespacten Klängen, das ergibt das schön scharf gewürzte Süppchen, das uns das Lorenz Raab Quartett hier vorsetzt. Pünktchen.

ÖON: Geht man nach dem Applaus des Publikums, war der Auftritt des „Lorenz Raab expanded Quartetts“ der Höhepunkt eines mit großen Momenten wahrlich gesegneten Jazzfestivals Saalfelden.…

 

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Lorenz Raab

Weitere Infos und Videos auf: http://lorenzraab.at